NACHBEHANDLUNG DER WUNDE

Zur Nachbehandlung der Wunde gibt es verschiedene Ansichten, deshalb sollte die Therapie immer mit dem behandelndem Arzt abgestimmt werden. Das einzige was man hierzu generell sagen kann, ist dass penible Hygiene des operierten Bereiches zur Wundheilung beiträgt und man darauf besonders achten sollte. Auch gesunde Ernährung und ein Verzicht auf Tabak und Alkohol wirken sich ungemein positiv auf die Wundheilung aus.

Ausduschen:

Das Ausduschen der Wunde sollte mehrmals täglich gemacht werden, besonders nach dem Stuhlgang. Anschließend lässt man die Wunde ca. 10 min austrocknen, mit neuer Tamponage auffüllen und wieder verschließen. Das Ausduschen soll eine Granulierung des Wundsekrets bewirken, wodurch eine gute Wundheilung gefördert werden soll.

Sitzbäder:

Diese werden mehrmals täglich entweder in speziell durch den Arzt verordneten medizinischen Bädern, Kaliumpermanganat Bädern oder einfach in "Totem Meersalz" Bädern genommen. Die Sitzbäder dienen dem antibakteriellen Schutz der Wunde. Ebenfalls als gut erwiesen hat sich Kamilenextrakt als Badezusatz, da dieser sehr entzündungshemmend wirkt.

Salben:

Hierbei scheiden sich die Geister. Der eine Arzt meint, man muss die Tamponage mit Salbe z.B. Betaisodonna einschmieren, ein anderer widerum meint, man soll es weglassen. Was davon nun stimmt, weiß ich auch nicht. Ich für meinen Teil nehme nach dem Rat meines Arztes Sitzbäder, dusche die Wunde aus und hoffe,dass das ausreicht.
Zucker:

Wenn man der Medizin aus älteren Tagen glauben schenken soll, so kann die Wundheilung mit Zucker unterstützt werden. Dazu soll man beim Verbandwechsel einfach etwas Zucker in die Wunde geben. Der Zucker soll eine Granulierung des Wundsekretes bewirken.

Homäophatische Mittel:

Da die Homäophatie recht umstritten ist, sollte sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden. Ich für meinen Teil denke, man muß schon daran glauben ansonsten bringt diese Art der Nachbehandlung wohl eher wenig.

Wundspüllösungen:

Zur Wundspüllung wird meistens Wasserstoffperoxid- Lösung in 3%iger Konzentration verwendet. Man spült die Wunde damit aus und lässt es ca. 5 min. einwirken, dabei kommt es zu leichten Blubbergeräuschen. Wasserstoffperoxid ist eine schwache Säure, die zur Stabilisierung mit 10% Phosphorsäure angereichert ist. Die Verbindung von H2O2 hat eine hohe bakterizide Wirkung.

Allgemeine Tipps zum Verbandswechsel:

Um den Verbandwechsel so schmerzfrei wie möglich zu gestalten, empfiehlt es sich, vor dem Entfernen der Tamponage oder des Mulls ein Sitzbad zu nehmen. Dafür reicht körperwarmes Wasser ohne Zusätze. Wer mag kann allerdings auch Kamilenextrakt zum Wasser zugeben. Vor dem Austamponieren der Wunde kann man auch den Mull mit kalten Wasser nass machen, dies vermindert ebenfalls ein schmerzhaftes Festkleben in der Wunde.