OP, die Dritte

Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur klassischen Methode mit offener Wundheilung.
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Helferlein
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OP, die Dritte

Beitragvon Helferlein » Fr 24. Feb 2017, 20:04

Moin Forum,
aufgrund meiner aktuellen lage habe ich mich auch mal dazu entschieden, meine Leidensgeschichte niederzuschreiben. Ich bin männlich und 23 Jahre alt.

Das erste Mal bemerkte ich den ominösen "Pickel", den Eiter und den ganzen Kram ca. 2010. Immer wieder schwoll es an und platzte auf, verheilte dann wieder und danach ging es wieder von vorne los. Das ging ca. 2 Jahre so, bis ich mich endlich mal ins Krankenhaus begeben hatte. Zu dieser Zeit hatte sich die Fistel, wie sie dort diagnostiziert wurde, jedoch selbst geschlossen und wurde vom Körper abgekapselt. Ein Öffnen durch Druck war nicht mehr möglich, Schmerzen auch keine mehr da und man empfahl mir, das wenn es sich weiterhin ruhig verhalten würde, ich keine OP vorzunehmen bräuchte. Dann hatte ich ca. 3 Jahre Ruhe.

Im Oktober 2015 bemerkte ich dann wieder ein Ziehen am Steiß, dachte aber zunächst, das es eine Prellung wäre, bis ich nach 3 Tagen nicht mehr sitzen konnte. Krankenhaus, Diagnose Steißbeinfistel. Diesmal war eine OP unumgänglich. Also wurde ich Ende Oktober das erste Mal operiert. Die Wunde war enorm groß und bis zum Steißbeinknochen. Ich hatte täglich einen Pflegedienst, der das ganze klinisch rein säuberte und neu verband. Nach ca. 1,5 Monaten war alles verheilt und es dauerte keine 2 Wochen, da ich erneut ein Ziehen und Eiter spürte. Wieder Krankenhaus, Diagnose Rezidiv. Zweite OP also Ende Dezember 2015, zwei Tage vor Sylvester. Diesmal war die Wunde kleiner und nicht mehr bis zum Steiß. Es wäre wohl nur eine Eiteransammlung gewesen.

Ca. 1,5 Wochen nach der OP bemerkte ich wieder ein Ziehen am Steiß, wieder genau an der selben Stelle, an der es bisher immer anfing, ich konnte es mittlerweile ziemlich gut lokalisieren. Bei Druck spürt man einen stechennden Schmerz, der bis zum Steiß geht. Ab diesem Zeitpunkt war ich in den nächsten Monaten bestimmt 5 mal im Krankenhaus und 5 mal beim Hausarzt, weil ich immer wieder Beschwerden hatte. Einmal an besagter Stelle und auch merkte ich, dass sich unterhalb der Wunde eine Blase gebildet hatte, die mich nur noch schwer sitzen ließ. Ich wurde immer wieder nach stundenlangem Warten mit den absurdesten Begründungen nach Hause geschickt: Narbengewebe, ich würde mein Steißbein spüren...

Das ganze ging wie gesagt seit der letzten OP so, bis ich letzten Freitag, den 04. wieder mal im Krankenhaus war, bekam sogar nen Ultraschall, angeblich kein Befund. Ich nach Hause und das Ding platzt auf. Hatte noch einiges zu erledigen und stellte mich dann diesen Mittwoch wieder im Krankenhaus vor und wurde Donnerstag operiert. Es wurde eine Eitertasche unterhalb der alten Wunde entfernt, welche mich extrem beim Sitzen gestört hatte und ein erneutes Rezidiv einer Fistel an altbesagter Stelle. Nun bin ich seit gestern wieder aus dem Krankenhaus, die Wunde ist bis auf mäßige Schmerzen an den Wundrändern unempfindlich, außer, jetzt kommts, wieder an besagter Stelle. Wenn ich dort drücke, geht wieder ein stechender Schmerz bis zum Steiß. Den verspürte ich bereits EINEN Tag nach der OP, was mich dazu anhielt, zu vermuten, man hätte wohl wieder nicht alles erwischt. Die Ärztin im Krankenhaus wollte sich davon aber nicht beeindrucken lassen und ich sollte abwarten, man hätte diesmal wohl besonders gründlich nachgeschaut. Natürlich, ich hab jetzt schon wieder ein Riesenloch dahinten und habe jetzt schon die tolle Aussicht, das ganze in spätestens 3 Monaten wieder aufschneiden zu lassen!

Ich bin verzweifelt und weiß einfach nicht mehr weiter.
Bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen. Meine Meinung zum Thema steht bereits fest!

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